Von einem der auszog, Linux zu lernen

..und die Entscheidung niemals bereut?

(listening to Nu Jazz Anthology)


Ubuntu. Gemeinsinn. Menschlichkeit. Open Source. Gratis.

Leider muss man davon auch Ahnung haben. Mein erstes Erfolgserlebnis hatte ich nach dem installieren der richtigen Grafiktreiber (durch simples sudo apt-get install blabla). Und darauf bin ich noch nichtmal selber gekommen...
Leider flimmert der Monitor immernoch mit 61 Hz vor sich hin. Doch ein 40 Euro teures Buch mit mehreren hundert Seiten Grundlagen für Einsteiger scheint die Rettung, muss ich es nur noch lesen. Seit meinem 8. Lebensjahr bin ich aufgewachsen mit blauen Bildschirmen und immer bunter werdenden Betriebs(stör)systemen aus einem kleinen Ort im US-Bundesstaat Washington, da fällt die Umstellung schwer. Es hilft auch die intuitiv zu bedienende und sehr überblickliche Oberfläche nicht. Eigentlich musst ich zur Installation nicht viel machen. Vieles ist automatisiert. Und je mehr man sich mit dem System beschäftigt, desto mehr Parallelen und auch erhebliche Differenzen zwischen ubuntu und Windows lassen sich erkennen. Das kommt mir als Einsteiger sehr gelegen. Und während sich die Welt fragt warum zum Teufel man spätestens in meinem Rentenalter zu Weihnachten mit Badeshorts ausgehen kann, oder wer wen wann abmahnt - Web 2.0 (und die dazugehörigen 161 Exabytes) wird unter Garantie das Unwort dieses Jahres-, kratze ich mich am Kopf und überlege ob KDE doch besser ist als Gnome. Dass ich ein Teil des BETA Test-Programms für Windows Home Server bin, ist da doch sehr in den Hintergrund gelangt. Ich schubs meine Maus lieber über den zart-orangenen Hintergrund von meinem afrikanischen-anmutendem Linux-Kernel.

Ach was war das für ein seltsam erhebendes Gefühl, als ich dort im Buchhandel meines Vertrauens dem Regal mit all den Windows-Büchern den Rücken kehrte und mich zum kleinen Linux/UNIX-Regal umdrehte. Halb so groß, unspektakulär. Aber die offene Welt strahlte mir entgegen.
Endlich, der Aufstieg. Als ob der 1. FC Köln die erste Bundesliga bestreiten würde (böse Zungen behaupten, dass das in nicht all zu naher Zukunft sein wird).
Wahrscheinlich wird er dann Erstligist, wenn ich mit Stolz behaupten kann, endlich ein Mitglied der (besser-)wissenden OpenSource-Gemeinde zu sein.

Eventuell schaff ich es sogar vor 2020.

6.3.07 23:43, kommentieren

Über den BGH und den Bundestrojaner.

Gott steh uns bei. Vlt sollte ich auch m0n0wall anbeten und hoffen.

ch bezweifle mal, dass das LKA NRW die nötigen personellen Ressourcen und die Fachkompetenzen besitzt um derartiges durchzuführen.
Der Bundestrojaner ist de facto eine Hausdurchsuchung aus der Ferne. Eigentlich wäre der Aufwand geringer Beamten vor Ort zu schicken und dort einfach alles mitzunehmen was nach Speichermedium aussieht. Aber darum geht es ja garnicht.
Es geht um den Vollzugriff. Jederzeit. Nach Belieben.
Das kann man mit einer konventionellen Hausdurchsuchung nicht, die Freiheiten hat der Rechtstaat hier nicht. Also darf die Dame oder der Herr in grün nicht durch unsere Haustüre wenn ihm danach ist, sondern verschafft sich den Zugang über eine Leitung. Das ist ja schließlich was völlig anderes, und der Demokratie-liebende User hat keine Einwände weil ja nicht die Privatsphäre in seinen eigenen 4 Wanden verletzt wurde, sondern nur die Integrität meiner Klapperkiste mit Online-Zugang.

Und weil das so viel Arbeit ist, einen Beamten durch die Leitung zu schleusen, Sicherheitsbarrieren zu überwinden, könnten diese Schritte folgen:

- Jeder Bürger muss dem LKA einen Zugang gewähren. Das heisst: Wir müssen einen Account auf unserem Heimrechner einrichten (natürlich Passwort-geschützt, es darf ja nich jeder an meine Daten)

- oder wir fertigen Kopien unserer gesamten Festplatte an und der Blockwart kommt alle 4 Wochen und nimmt sich die Kopie mit, und durchsucht sie nach illegalen Inhalten.

Schöne, virtuelle Welt.

PS:
Was bedeutet eigentlich Willkür?

1.3.07 20:55, kommentieren

höä?

Ich? hier?

Ja, zur Entschuldigung: Ich bin krank. Grippe. Die Welle hat mich erwischt.

Und was tut man, wenn man krank ist? Meistens langweilt man sich. Und irgendwann kommt auf diese blöden Blogs. Und da Web 2.0 genau so ansteckend ist, wie die Grippewelle...

Naja, das Ergebnis seht man ja.

Tja, jetzt bin ich hier. Ist ganz nett hier. Aber hier muss man ja kreativ sein. Irgendwas schreiben. Laut einer Statistik hält sich jeder Blog durchschnittlich nur 43 Tage.

Also gut, Countdown läuft. Bis dahin schreibe ich alles über die Aufreger und meine Toperlebnisse.
Hat schon fast was therapeutisches...

28.2.07 17:34, kommentieren


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